Am Anfang war … 1001SOUL beginnt

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München, ARTMUC Kunstmesse, Praterinsel 25. Mai 2017

Überall auf der Welt gibt es Menschen, die Kunst lieben. Überall auf der Welt gibt es Kunst, die Menschen näher bringt. Künste sind wie ein Geschenk der Menschen an die Menschheit – sie können so Vieles transportieren, sagen, vermitteln, was uns vereint.

Nepal, 2017

Das Projekt 1001SOUL hat Ende 2016 begonnen, als ich beim Malen das Erlebnis hatte, dass sich tatsächlich die innere Welt eines Menschen auf eine Leinwand bringen lässt. Zwar war ich schon als Kind sehr empathisch und konnte immer recht genau fühlen, was im Gegenüber vor sich ging. Dass sich aber diese Empathie in Form und Farbe visualisieren ließ, dies war mir neu. Diese Erfahrung und Perspektive hat mich im besten Sinne umgehauen und motiviert, auf eine Reise zu gehen. Eine Reise durch die Welt zu machen, um Menschen und Orte in der Malerei zu erfassen. Die Reise durch die Welt als eine Reise im Dienste der Welt und des gegenseitigen Verständnisses und Miteinanders.

Zunächst malte ich etwa 20 Personen in Deutschland, dann packte ich mein Zeug – Farbe, Leinwand, ansonsten nicht viel, – und zog los. Meine erste Auslandsreise war NepalKathmandu, das Himalaya-Gebirge, ‘Dach der Erde’, sagt man – schon immer wollte ich diesen heiligen Ort bereisen. Dort mit 1001Soul zu beginnen, schien mir ideal. In Kathmandu rollte ich also meine Leinwand aus und fing an in verschiedenen Klöstern (etwa Shechen Monestary, im Boudhanath Stupa und im Swayambhunath Monkey Temple)  zu malen.

Nepal 2017, Shechen Monastery

Die Begegnungen mit den wunderbaren Menschen, darunter Rabjam Rinpoche,und ihre tiefgründigen Mindsets haben mich bewegt. In Kathmandu besuchte ich auch die Charity Organisation www.schoolkidskopan.de und nahm an ihren Aktivitäten für die Kinder vor Ort teil.

Nach Nepal zog ich weiter Richtung Malaysia. In keiner anderen Region der Welt sind sich die verschiedenen Religionen geographisch so nah. Im Umkreis von nur 500 Metern konnte ich täglich in einer anderen religiösen Institution malen: Moscheen, Kirchen, indische Tempel,buddhistische Tempel, chinesische Tempel … Wieviel teilen doch diese vermeintlich unterschiedlichen Ansätze des Glaubens; nie wurde mir das deutlicher als im Prozess des Malens und in den Gesprächen mit den Menschen. In meinen Bildern konnte ich die Verschwisterung förmlich lesen. Die Kunst als Brücke – da war wieder der Gedanke.

1001SOUL, Jayanti Buddhist Temple, Kuala Lumpur, Malaysia, 2018

Von Malaysia ging’s nach Indonesien, größter Inselstaat der Welt, Patchwork der Sprachen, Vulkane, Komodowarane, Kulturenvielfalt – unmöglich, die rund 17 000 Inseln, die Indonesien ausmachen, aufzuzählen. In Yogyakarta, einer der für mich schönsten und freundlichsten Städte der Welt, wo ich bei einem engen Freund, Bai Populo und seiner Familie, wohnen durfte, habe ich begonnen, die Mythologie von Java zu malen: Zuerst habe ich den Vulkan Merapi gemalt, dann den Sultanspalast und zum Schluss Nyai Loro Kidul, die Königin des indischen Ozeans. Danach ging’s weiter nach Bali, wo ich im hinduistischen Teil Indonesiens in verschiedenen Tempeln gemalt habe.

Eines meiner schönsten Erlebnisse am Ende meiner Reise nach Java war das Treffen mit Prabhu Puto Djojonagoro, mit dem ich im Karaton Tage und lange Nächte zusammensaß und über den Weltfrieden philosophiert habe.

Reza mit Prabhu Puto Djojonagoro, Karaton Amarta Bumi, Kampoeng Djowo Sekatul, 2018

Bislang habe ich nie über 1001SOUL schreiben können. Das Schreiben liegt mir nicht so, aber ich erzähle gern. Im vergangenen Jahr traf ich auf Nic. Sie ist Kunst- und Kulturwissenschaftlerin und Autorin und gibt meinen Gedanken und Beobachtungen seit unserer ersten Begegnung den sprachlichen Schliff. Ich male, sie schreibt, unsere Künste treffen unsere Gedanken. Ziemlich perfekter Match also.

Beide ziehen wir seit diesem Sommer als 1001SOUL-Team an einem Strang im Dienste des Projekts. So kann nun endlich dieser Blog zum Projekt beginnen, in dem wir euch regelmäßig über die Aktivitäten und Initiativen von 1001SOUL auf dem Laufenden halten. Die Posts werden in Deutsch und Englisch sein/ All Blog Posts will be both in English and German :-).

Bali, Sekan, 2018

Wir wünschen Euch viel Spaß beim Lesen und Verfolgen unserer Schritte. Und wer mit uns mitgehen möchte: meldet Euch bei uns über soul@1001soul.world!

Wir suchen ständig Freiwillige, die uns bei der Realisation von 1001SOUL unterstützen, sei es in der Recherche, beim Graphikdesign, Web-Administration, Kamera… you name it.

An dieser Stelle einmal ein ganz herzliches Dankeschön an alle, die das Projekt bisher begleitet, bereichert und unterstützt haben! 

Alles Liebe, seid gut zueinander

– und bis demnächst, Reza &  Nic

The Project 1001 Soul

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